Aufgepasst im Grünen – Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Zeit, wo alle raus ins Grüne möchten. Aber es lauert eine nicht außer acht zu lassende Gefahr im Grün, die Zecke. Diese kleinen Parasiten durchbohren die Haut um an das Blut zu gelangen. Zecken kommen vor allem in Wäldern, Wiesen und Gärten vor und waren bislang besonders in den warmen Monaten aktiv. Durch den Klimawandel und damit immer häufigeren milden Wintern sind sie mittlerweile fast ganzjährig aktiv. Trotz ihrer geringen Größe können Zecken sind Zecken eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Mensch und Tier. 

Bild von Lutz Peter auf Pixabay

Aktuelle FSME-Risikogebiete in Deutschland:

  • Süddeutschland: Die meisten FSME-Fälle treten in Bayern und Baden-Württemberg auf.

  • Mitteldeutschland: Teile von Südhessen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg gelten ebenfalls als Risikogebiete.

  • Weitere Bundesländer: Einige Landkreise in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurden ebenfalls als FSME-Risikogebiete ausgewiesen.

Neue Risikogebiete (Stand: Februar 2025):

Das RKI hat kürzlich drei neue FSME-Risikogebiete benannt:

  • Stadtkreis Augsburg in Bayern

  • Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg

  • Landkreis Celle in Niedersachsen

Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Risikogebiete in Deutschland auf 183. 

  • Hinweis zu Borreliose:
    Im Gegensatz zu FSME ist das Risiko einer Borreliose-Infektion durch Zeckenstiche in ganz Deutschland gegeben, da die Überträgerzecken flächendeckend verbreitet sind.

FSME-Risikogebiete in Deutschland
Epidemiologisches Bulletin des RKI >>
PDF Datei mit vielen weiteren Informationen zu FSME


FSME 
Informationen über Krankheitserreger beim Menschen >>
PDF Datei mit vielen Informationen zu den Erregern

Wie gefährlich sind Zecken?

Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter Bakterien und Viren. Die bekanntesten durch Zecken übertragenen Krankheiten sind:

Borreliose (Lyme-Borreliose): Eine bakterielle Infektion, die unter anderem zu Hautrötungen, Gelenkentzündungen und neurologischen Beschwerden führen kann. Unbehandelt kann sie schwerwiegende Langzeitschäden verursachen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Eine durch Viren verursachte Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. In schweren Fällen kann FSME zu dauerhaften neurologischen Schäden führen.

Anaplasmose und Babesiose: Weitere, weniger bekannte Krankheiten, die das Immunsystem schwächen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können.

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Um das Risiko eines Zeckenstichs zu minimieren, helfen folgende Maßnahmen:

Lange Kleidung tragen: Helle, lange Kleidung reduziert die Angriffsfläche für Zecken und erleichtert das frühzeitige Erkennen.

Zeckenschutzmittel verwenden: Spezielle Sprays oder Lotionen können Zecken fernhalten.

Auf festen Wegen bleiben: In hohem Gras oder Unterholz ist das Risiko eines Zeckenstichs besonders hoch.

Körper regelmäßig absuchen: Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man den Körper gründlich auf Zecken untersuchen, besonders an warmen und feuchten Stellen wie Kniekehlen, Achselhöhlen und der Leistengegend.

Bild von Erik Karits auf Pixabay

Was tun bei einem Zeckenstich?

Falls eine Zecke entdeckt wird, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden:

Zeckenzange oder Pinzette verwenden: Die Zecke nahe an der Haut fassen und langsam herausziehen.

Nicht quetschen oder drehen: Dadurch könnten Krankheitserreger in die Wunde gelangen.

Stichstelle desinfizieren: Nach der Entfernung sollte die betroffene Stelle mit Desinfektionsmittel behandelt werden.

Stich beobachten: Falls sich die Haut rötet oder grippeähnliche Symptome auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Fazit

Zecken sind zwar klein, können aber große gesundheitliche Probleme verursachen. Daher ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu treffen und Zeckenstiche ernst zu nehmen. Durch sorgfältigen Schutz und schnelles Handeln lassen sich die Risiken jedoch minimieren.

Quellen und Hintergrundinformationen