Textilbälle sind deutlich besser als ihre Pendants aus Kunststoff. Zu diesem Ergebnis kommt das ÖKOTEST-Magazin in einem aktuellen Test. Das Labor fand in den Plastikspielbällen unter anderem erhebliche Mengen an Phthalaten, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und zinnorganische Verbindungen. Als Abstiegskandidat zeigte sich der Ball von Bayern München, der die Sicherheitsprüfung nicht bestanden hat.
Wenn Kinder mit Bällen spielen, werden diese nun mal gedrückt, geknuddelt oder in den Mund genommen. Umso schlimmer ist es, dass die meisten Kunststoffbälle vor bedenklichen Inhaltsstoffen nur so strotzen. So stecken in einigen Bällen erhebliche Mengen an Phthalaten. Diese stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken.
In einem Ball analysierte das von ÖKO-TEST beauftragte Labor beispielsweise mehr als 1.000 mg/kg des Phthalats DINP. Dieser Weichmacher ist in Spielzeug und Babyartikeln, die dazu geeignet sind, von Kindern in den Mund genommen zu werden, verboten.
Mit anderen Worten: Wäre der Ball ein Produkt, das dazu bestimmt ist, in den Mund genommen zu werden, wäre es nicht verkehrsfähig. Die Schadstoffliste ist aber noch nicht zu Ende: In sieben Plastikbällen wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen, von denen einige als krebserzeugend gelten. Dazu kommen noch Antimone, die möglicherweise die Haut reizen können, und giftige zinnorganische Verbindungen.
Bayern auf dem Abstiegsplatz
Beim FC Bayern München Softball war das Füllmaterial zugänglich, so dass es Kleinkinder herausziehen und verschlucken könnten – Bild: ÖKO-TEST
ÖKO-TEST hat die Bälle ebenso einer Praxisprüfung unterzogen: Dabei färbte ein Ball mit aufgedruckten Punkten stark ab. Während fast alle Produkte die Sicherheitsprüfung mit Bestnoten bestanden, war beim FC Bayern München Softball schon im Auslieferungszustand etwas Füllmaterial zugänglich.
Kleinkinder könnten dieses herausziehen und sich daran verschlucken.
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Quelle: ÖKO-TEST
Internet: www.oekotest.de
Bild oben: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0
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